Donnerstag, 22. Dezember 2005

Jeder Mensch lebt wie ein Uhrwerk...

...wie ein Computer programmiert

ein kleiner ausschnitt aus einem song von den Toten Hosen (hier kommt Alex), den man im moment wegen dem live koncert sehr oft hört, zumindest auf DeltaRadio, und ja ich weiß, ich sollte aufhören diesen scheiß zu hören, aber das ist ein ganz anderes thema und gehört hier nicht wirklich hin.

fakt ist, es stimmt doch!
jeder mensch - zumindest fast jeder - lebt jeden tag im glauben daran, er würde ihn so gestalten, wie es es gerne will. tut das, was gut für ihn ist und was er gerne will. jeder mensch denkt er würde entscheidungen treffen, die gut für ihn seien, er denkt er handle nach seinen vorstellungen und scheint somit ein zufriedenes leben zu führen. keiner stellt fragen, sondern akzeptiert alles wie es ist. die devise heißt glücklich sein, und blos nicht irgendetwas verrücktes tun, damit man nicht weiter auf fällt.
ja, wir haben uns unsere kleine welt aufgebaut und wollen uns nicht einreden lassen, dass dieser weg den wir gehen falsch sein. wir glauben an das was wir tun und hinterfragen es nicht. es könnte ja sein, dass wir herausfinden, dass alles gar nicht so gut ist, wie es alles scheint. nein, lieber ignorieren wir alles und spielen die rolle, die für uns vorgesehen ist.
wie würden wir denn auch da stehen, wenn es uns mal nicht gut gehen würde. wenn wir uns mal gerade nicht so verhalten, wie die norm oder die gesellschaft es uns vorschreibt? wir wären doch außenseiter, verrückte, leute die als nicht ganz normal bezeichnet werden. und das wollen wir nicht. also, augen zu und durch. weiterhin den besten eindruck machen und bestenfalls oberflächliche freundschaften schließen, die nur dazu dienen einen höheren status in der gesellschaft zu erlangen.

ich rede wieder drum rum, und komme irgendwie nicht dazu das zu sagen, was ich eigentlich sagen will. und zwar, dass wir drauf scheißen sollten, so zu sein, wie es andere von uns verlangen. dass wir aufhören sollten, uns etwas vorzumachen, uns zu versklaven, nur weil wir nicht auffallen und uns von den anderen zum gespöt machen wollen.
ja, haben wir denn unsere indivudualität verloren? spielt es denn gar keine rolle mehr wer wir sind, und was wir fühlen? wieso nehmen wir so viele kräfteraubende und hoffnungslose kämpfe auf uns? zum beispiel den kampf des dünn seins? nur damit wir dem menschlichen ideal irgendeines bescheuerten modeschöpfers entsprechen? und was sind wir dann? amgemagtert und unglücklich, aber das dürfen wir nicht zeigen. denn wer dünn ist, ist ja auch glücklich, so leben es uns die medien jedenfalls vor.
nur unser äußeres ist wichtig, keiner fragt nach unseren persöhnlichen eigenschaften als mensch.
so ist es ja auch in der wirtschaft. wenn du gute noten hast, dann kannst du arzt werden, aber bist du auch ein verantwortungsbewusster mensch, wenn du in der schule besser warst als andere? bist du ein schlechterer mensch, nur weil du etwas langsamer arbeitest als andere? hast du es deswegen verdient gefeuert zu werden?
es geht doch nur um kapital und darum der perfekte bürger in einer perfekten welt zu sein, einer welt die es gar nicht gibt. wir sind als mensch nur noch etwas wert, wenn wir gut aussehen, oder auf eine andere art und weise kapital einbringen.
kann man den menschen wirklich auf so eine perverse art und weise beschränken? sind wir sonst nichts?

ich sage ganz offen und ehrlich, dass ich deprimiert bin, dass ich angst habe, dem ideal nicht zu entsprechen. ich bin gefangen in einer zwickmühle. ich möchte dazu gehören, um nicht aufzufallen, um nicht abgeschoben zu werden. aber gleichzeitig möchte ich auch ich selbst sein, ein einzigartiger mensch. ich möchte zeigen, dass ich macken habe, ängste und zweifel. aber wie soll ich indivudell sein, wenn ich nicht auffallen möchte? mein ganzes leben ist geprägt von starken selbstzweifeln, weil ich verzuche nach außen hin etwas zu sein, was ich gar nicht bin. ich habe versucht die perfekte firgur zu besitzen und bin so in der magersuch gelandet. ich habe versucht die beste schülerin bin den besten noten zu sein, und habe die 13. klasse wegen stress nicht geschafft. lange war ich unglücklich, weil ich perfekt und somit etwas sein wollte, was es nicht gibt.

wieso lassen wir uns weiterhin wie marionetten von irgendwelchen leuten dirigieren, die in uns keinen mensch, sondern irgendeine maschniene sehen, die immer mehr optimiert und verbessert werden kann? wieso lassen wir uns das gefallen? wieso leben wir wie sklaven in einer illusion und versuchen mit aller kraft ein ziel zu erreichen, was es gar nicht gibt?
wir sollten tief in uns hinein schauen, und herausfinden, wer wir wirklich sind. ganz egal, ob wir dem ideal irgendwelcher kranken politiker oder modedesigner nicht entsprechen, so sind wir doch einzigartig. wir können nur glücklich werden, wenn wir wir selbst sind. also sei du selbst und scheiß auf alle erwartungen anderer und werde endlich glücklich!

Dienstag, 20. Dezember 2005

20.12.05 - Erstmal ein Hallo

ja, nun habe ich es also geschafft mir einen webblog anzulegen, es scheint ja ungemain inn zu sein, und da dachte ich mir, reite ich doch mit auf der welle der begeisterung und sehe was dabei heraus kommt.
werde mich nun natürlich erstmal die kommenden tage dran machen, etwas über mich rein zuschreiben, wenn der ganze weihnachtsstress mir denn mal eine kleine pause und somit gelegenheit zu lässt.

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